Du meine Güte:
Es sind wieder GUS GUS-Wochen
Es muss zwischen 1999 und 2002 gewesen sein, als ich die isländische Kapelle Gus Gus erstmals (und zufällig) live sah: In Köln, als Vorgruppe von Moloko, in deren Sängerin Roisin Murphy ich mich damals verknallte. Jedenfalls: Gus Gus ist eine der atypischsten Musiken (atypisch für meinen eigentlichen Geschmack), ist also eine der atypischsten Musiken, die ich freiwilig und gern höre (und besitze). Und: Irgendwann seit jenem Konzert vor rund zehn Jahren sind es stets spezielle Zeiten, in denen Gus Gus mir besonders auffällig liegt. (Es ist gerade die ungefähr vierte große Gus Gus-Welle für mich.) Ein Grund, Ihnen die Kapelle hier mal vorzustellen. Insbesondere das Live-Video oben, “Believe”, lege ich Ihnen ans Herz. I’M NO JESUS, BUT I’M CLOSE TO HIM, singt er. Doch um das bisschen Text geht es mir gar nicht, es geht hauptsächlich um den SOUND. Ja, das Stück oben dauert 10 Minuten, und ich empfehle, bis zum Schluss dran zu bleiben. Fragen Sie mich bitte nicht, warum. Ich kann es nicht erklären, und ich kenne mich mit dieser Art Musik überhaupt nicht aus, sie gefällt mir eigentlich gar nicht, im Grunde habe ich sogar etwas dagegen. Außer, dass Gus Gus zu den Top Ten-Kapellen aller Zeiten zählen, aus meiner Sicht.
Euphorie im Alltag | Stichworte: Die ewigen Top Ten, Elektronische Musik, Gus Gus, Island, Jesus, Karma, Sound, Zeit ♥ 4 Leserbriefe »
Was ist das für ein Satz: “Irgendwann seit jenem Konzert vor rund zehn Jahren sind es stets spezielle Zeiten,”?
Eine Stimme aus dem Jenseits hat mir das diktiert.
huuuu … stimme aus dem jenseits? das waren sicherlich irgendwelche elfen. von denen wimmelt es ja in island, dem heimatland von gus gus.
… ein ganz tolles video! … ich hab sogar die CD, wo das lied drauf ist. aber so life ist es viel toller, das stück. die bewegen sich so cool. ach, diese isländer!
(soo ein schönes land!9
Ja, ich stelle mir Island auch super vor, war noch nie da. Unlängst gab es ein schönes Lesestück im SPIEGEL, Island und die (Wirtschafts-)Krise – und wenn man sich vor Augen hält, dass da tatsächlich nur etwa halb so viele Menschen leben wie in Frankfurt/Main … sehr interessant. “Die bewegen sich so cool”: Ich muss zugeben, es gefällt mir auch, dieses Live-Video. Vor allem die beiden Checker-Nerds an den ROLAND-Keyboards im Hintergrund (nennt man das noch “Keyboards”, bei der Größe?). Wie die da im Hintergrund herumtüfteln, also: igenieurhaft musizieren … konzentriert, quasi versunken, eigentlich doof frisiert und gestylt, aber irgendwie so … verführerisch tüftlerhaft – yes, it appeals to my instincts as well. (Die Frau ist auch sehr gut: Zwar rasend “süß”, mit diesem Puppengesicht und jenen Zöfpen – aber doch keineswegs auf die hinrissige Art niedlich, sondern: gut.)