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Katja Kullmann

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Archive for February 2010


Liebe über 38 und andere schöne Themen

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♫ Jackey Beavers: We’re not too young to fall in love

Hätte der Tag mehr als diese kläglichen 24 Stunden und/oder bekäme ich Geld dafür, ich würde etwa über dies hier bloggen (Irrealis): *** Jubiläum: ein Jahr außerhalb Berlins *** Jubiläum: ein Jahr innerhalb Hamburgs  *** Liebe über 38 – Ursache, Prinzip und Wirkung ***  Der Songzeilen-Gedanke „All my ex-es live in Texas. That’s why I hang my hat in Tennessee.” *** Die Behauptung „Optimism is overrated.“ *** Neu gelernte oder frisch erfundene Begriffe wie „Friedenspflicht“, „Ingenieurs-Appeal“ „underwhelmed“ und „Profilbildunsicherheit“ ***  Der moralphilosophische Mehrwert der Don Quixote & Dulcinea-Geschichte *** Spiegel-Neuronen, Mentalisierung, Theory of mind *** Face Swapping: Was ist bei Boris und Lilly Becker passiert? Wie lange sind die jetzt zusammen? Ein dreiviertel Jahr? Sie sah schon kurz vor der Hochzeit aus wie sein zerrupfter kleiner Bruder, und nun, nach der Schwangerschaft, wie seine Tochter Anna mit irgendwie 42 Jahren, vielleicht kurz vor einer Detox-Kur. Wie macht der das? Pure Willenskraft? Gen-Morphing? Und, jenseits der Prominenten-Welt: Gibt es sie wirklich – Männer, an deren Seite selbst die schönsten Frauen rasend schnell verwelken? To the young girls out there -  from an adult woman: Heirate niemals einen, der Sachen mit Dir macht, die dauerhaft Deine Mundwinkel senken. Schick’ so einen weg. Bleib’ im Zweifelsfall lieber allein, nimm Dir Zeit für Yoga und solchen Quatsch, meinetwegen auch: Zeit für etwas Körperpflege in Deinem Single-innen-Bad. Schmier’ Dich dort in Ruhe (und zu schöner Musik!) mit Apfelduftcreme ein, bis der nächste um die Ecke kommt. Und nimm dann einfach den, mit dem Du glücklich bist. Wenn es einer ist, der zu Dir passt, dann musst Du Dich und Deine Freunde nicht fragen: “Wie hat er das wohl gemeint? Glaubst Du nicht auch, dass er  Blockaden aus der Kindheit hat?” Wenn es einer ist, der zu Dir passt, dann macht er Dein Leben interessanter und leichter, im besten Fall auch tiefer (und Du seins auch), auf keinen Fall aber mühsamer und verwickelter (und Du seins auch nicht). *** Das Wetterkollektiv bei Frost- und Tau-Lage *** Unfreiwillige Gewichtszunahme: Wie und warum eine Festanstellung das Körpergewicht hebt *** Überhaupt: Teigwaren im Winter *** Warum es eines Tages nicht länger bedauerlich ist, nie in einer Band gespielt zu haben ***  Der Hedonismus, Dein Freund, Dein Helfer, der Feind Deines Strebertums, der Sozialpädagoge, der Dir vorschlägt eine lustige Collage aus so genanntem Wohlstands-Müll zu bauen, Deine Eislauftrainerin mit ukrainischen Wurzeln, der Elefant in Deinem Porzellanladen, der Mensch, der Dir jedes Jahr zu Weihnachten eine “long time no see”-SMS sendet, der Kanzler, den Du nicht gewählt hast, Dein Bewährungshelfer und Ghost Writer *** Und wie immer wäre da noch vieles mehr.

Blog "Euphorie im Alltag" | Stichworte: Alltag, Berlin, Don Quixote, Euphorie, Face-Swapping, Gen-Morphing, Hamburg, Hedonismus, Jubiläen, Liebe über 38, Moralphilosophie, Optimismus, Prominente, Schönheit, Teigwaren, Theory of mind, Zeit

Neue Wege in der Innenarchitektur.
Heute: Geschlechtsteil-Tapeten

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Gesehen auf der Damentoilette der Cozy Bar (Hamburg)

Blog "Euphorie im Alltag" | Stichworte: Genitalien, Hamburg, Innenarchitektur, Nacht, Stil

Wenn das Glück Dich nur ein bisschen kitzeln will und Dir dabei versehentlich eine Rippe bricht

DSCI0045

♫ Art of Noise: Opus 4

Von: <m.zorgdrager2@kpnplanet.nl>
Datum: 15. Februar 2010 01:20:39 MEZ
An: undisclosed-recipients: ;
Betreff: Guten Morgen Aus Hong Kong

Kontaktieren Sie mich für Einzelheiten in Bezug auf die Übertragung von $ 24,500,000.000 für Sie. dieses Geld gehört zunächst ein Kunde, der gestorben und hatte keine nächsten Angehörigen auf seinem Konto-Eröffnung-Paket. in den anderen zu erreichen, so werde ich Ihren vollständigen Namen erfordern, und die Rufnummer, die Sie erreichen können. Am wichtigsten ist, eine Bestätigung der Annahme von Ihnen, nach dem ich Sie liefern wird mit der vollständigen Details zu dieser Transaktion Antwort über diese E-Mail nur: shing_liang@yahoo.com.hk
Grüße.
Liang Shing

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Blog "Euphorie im Alltag" | Stichworte: Alltag, Botschaften aus dem Weltall, Büro Büro, China, Euphorie, Geld, Glück, Hongkong, Schicksal

Die Grottenolm-Debatte

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♫ The Rock Steady Crew: Hey! You! (The Rock Steady Crew)

Zum Fall Axolotl Roadkill so kurz es mir möglich ist und vorab drei Punkte, um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: 1. Ich habe das Buch nicht gelesen.  2. Ich halte es für möglich, sogar wahrscheinlich, dass es ein stilistisch interessantes und gutes Buch ist. 3. Helene Hegemann möchte selbst nicht „als 17-Jährige“ betrachtet werden, wie sie immer wieder sagt, also werde ich dies hier auch nicht tun, kein Adoleszenz-Bonus. Es geht hier auch nicht um das Buch als Werk, sondern ganz nüchtern um eine Instant-Minimal-Analyse der Debatte als solcher. Mein Eindruck: Die Debatte ist noch interessanter als das Buch.

Setzen wir als halbwegs bekannt voraus: Es gibt Kritiker und Fürsprecher des Buches – und der Streit um den „Axolotl“ dreht sich im Wesentlichen um das Recht oder Unrecht, zahlreiche Ideen/Formulierungen/Halbsätze von anderen, weitgehend unbekannten Subkultur-Autoren zu übernehmen (aus deren Büchern bzw. Blogs leicht modifiziert zu entwenden). Manche Erklärer verteidigen jenes „Sampling-Prinzip“, das Hegemann angewendet hat, als legitime Form des „Pop“ – und betrachten die Tatsache, dass die Original-Urheber zunächst übergangen wurden, letztlich als Marginalie. Sie tun dies überwiegend in einem Tonfall, in dem ein Appell für „die Freiheit der Kunst“ mitschwingt: Helene Hegemann habe doch nur gePOPt: „Das liest sich doch geil, was soll’s, heute wird doch überall geklaut, that’s the business!“

Halten wir, mal ganz von außen, oben, wo auch immer betrachtet, fest: Da ist also auf der Seite A) der „Axolotl“-Produzenten-Komplex aus marktmächtigem Mainstream-Verlag (Ullstein), einflussreichster Literaturagentur des Landes (Eggers & Landwehr) sowie dem Berliner Kultur-Glaubwürdigkeits-Establishment (die “Volksbühnen”-Nähe der Autorin Hegemann, die im Subtext stets als “credibility”-Faktor mitraunt). Auf der anderen Seite, B), der Low- bis No Budget-Indie-Verlag Sukultur (in dem das dubios in „Axolotl“ zitierte Buch „Strobo“ erschienen ist) sowie der beinahe-anonyme Autor Airen als einer der eigentlichen Ur-Ur-Heber des Erfolgsbuchs „Axolotl“.

Manche Leute lassen nun anklingen (manche davon selbst in der ersten Liga des Betriebs kickend, einige wenige in gewisser Eggers & Landwehr-Nähe, die Mehrzahl jedenfalls Berlin-Establishment-affin): „’N bisschen abschreiben ist doch okay, nu’ habt Euch mal nicht so!“ und: „Der kleine Indie-Verlag hat doch jetzt auch ein bisschen Ruhm, die sollen doch froh sein, dass sich die Leute nun für deren Kram interessieren, ist letztlich doch eine Ehre!“ Unter Verweis auf den “Pop” in der Monstranz, unter Verweis auf einen plakativ vor sich her getragenen “Pop”-Begriff also, werden die Komplexe “Fairness” und “Respekt vor den Kunstwerken anderer” leichthin vom Tisch gewischt. Denn Hegemann gilt einem bestimmten Milieu als Sympathieträgerin. Ob dieselben Kommentatoren eben so viel Verständnis aufbrächten, wenn Frank Schätzing für seinen nächsten Unterwasserkatastrophenroman von einem australischen SciFi- Indie-Blog abschriebe?

Diejenigen, die sagen: “Lasst die Kleine doch mal! Alles halb so wild!”, diese Leute argumentieren – kühl ausformuliert und ganz streng auf einen ganz knappen Punkt zuende gedacht – so: Ein (uns) überzeugendes End-Produkt (wie der „Axolotl“) rechtfertigt die Ausbeutung der Indie-Produzenten (des “Strobo”-Autors). Eine ganz schön DURCHFLEXIBILISIERTE DENKE – auch wenn sie noch so romantisch daher kommen mag. Zudem ganz auf der Höhe der Zeit: Da kämpft man auf der Seite der ganz Großen – und bildet sich selbst doch ein und schlägt einen Ton an, der manchmal fast so klingt, als kämpfte man auf Seiten der Kleinen. Ein uralter Trick des Establishments. Nichts Neues also.

Und noch einmal: Es geht, jedenfalls in diesem Blog-Beitrag, weder um die literarische Qualität des Buches, noch um den Sympathiefaktor der Autorin. Es geht einzig und allein: UMS PRINZIP. Denn im Herzen bin ich zutiefst konservativ, zwar katholisch erzogen, doch weithin protestantisch im Geiste, zudem nehme ich mir eine gewisse Dosis sozialdemokratischer Grundprägung schlicht heraus, und wenn Bestechlichkeit im Raum hängt, muss ich einfach lüften.

Das Foto des Axolotl oben wurde der Webseite tripbase.com entnommen.

Blog "Euphorie im Alltag" | Stichworte: Axolotl Roadkill, Berlin, Cliquen, Debatten, Establishment, Hasswort Pop, Knautschlack-Bohème, Literatur, Moral und anderes schweres Zeugs, Pseudo-User, Strobo, Sukultur, Ullstein

Sotheby’s

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Diese kleine Foto-Reihe ist bei einem Schrabbel-Italiener in Hamburg-St. Pauli entstanden. Die Aufnahmen sind unbearbeitet, also weder in Farbe, noch in Kontrast manipuliert. Es ist allein das Licht, welches es in die Linse, also ins Objektiv, quasi auf den Chip geschafft hat, den Chip meiner digitalen Ritschratschkamera, die längst schon rührend veraltet ist und die ich im Grunde rund um die Uhr bei mir trage. Ein enger Vertrauter kommentierte das grüne Hochkantbild ganz oben soeben mit den Worten: ” ‘Only The Lonely’ heißt dieses Bild einer Freundin, das heute bei Sothebys für 1,2 Millionen britische Pfund den Besitzer wechselte. Wahnsinn, oder?” Und, ehrlich gesagt, denke ich das nun auch: Wenn man das auf eine 4,60 m x 6,20 m Leinwand aufzöge, brächte es vielleicht so … 8.000 bis 12.000.

Blog "Euphorie im Alltag" | Stichworte: donnerstags, Fotografie, Hamburg, Höchstpreise, Italien, Kunst, Kunstmarkt, Nacht

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