DETROIT in Bildern: Rebecca Wilton und Karin Jobst

Zwei schmale, feine Bildbände über Detroit, Michigan – fotografiert von zwei Frauen, die ich beide über die Rasenden Ruinen kennen lernte. (Die beiden sind sich bislang wohl noch nicht begegnet, womöglich werde ich da mal vermittelnd tätig.) Die Fotografien von Wilton (o.l.) und Jobst (o.r.) zeigen jeweils andere Aspekte der großen, versehrten Stadt, beide haben ihren je eigenen Stil, beide haben sich nicht geier-gierig auf möglichst herzerweichende Kleine-Häuschen-Ruinen gestürzt, sondern andere Themen bzw. Ansichten gewählt – und trotzdem dreht es sich in beider Bücher natürlich klar erkennbar um The D, the one and only.

LA FAYETTE heißt der Band von Rebecca Wilton. Sie hat sich auf die Wohnanlage Lafayette Park im östlichen Teil Detroits konzentriert, die zwischen 1958 und 1961 entstand, nach Entwürfen u.a. von Ludwig Mies van der Rohe, dessen Credo Less is more sich dort klar niederschlägt. Heute, im partiell schon aufgewerteten Detroit, zählt Lafayette Park zu den begehrtesten Wohnlagen, anders gesagt: Man braucht im Verhältnis ganz schön Geld, um dort einzuziehen. Auf Wiltons Homepage (unter “Publikationen”) kann man den Band für 12 Euro bei der Künstlerin bestellen (als Top-Geburtstagsgeschenk zum Beispiel, dacht’ ich schon). Hier zwei Doppelseiten-Eindrücke daraus:

DETROIT FOR JOHN, MARY LOU AND MR. DUKE ist der Titel von Karin Jobsts etwas umfangreicherem Fotoband, der 2012 im Kehrer Verlag erschien. Die Bilder entstanden im Laufe von zwei Jahren und gehören mittlerweile zur Sammlung des Detroit Art Institutes. Karin Jobst (hier ihre Homepage) lehrt als Professorin für Fotografie und Bewegtbild an der Hochschule für Kunst, Design und Populäre Musik in Freiburg. Auch aus ihrem wirklich schönen Buch zwei Doppelseiten als Teaser: