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Guten Tag.

Dass man ja nicht unbedingt immer grimassieren muss, vor jeder x-beliebigen Kamera, wurde mir schon einige Male nahe gelegt. Dass man ja auch einfach ganz normal, sozusagen schön schauen könne, und ob ich das nicht doch öfter mal probieren wolle, statt herumzuhampeln?

Nein, eigentlich nicht, antworte ich dann meistens.

Denn erstens gefalle ich mir aus irgendeinem Grund grimassierend deutlich besser, das war schon immer so, und so viel Eitelkeit wird ja wohl erlaubt sein, wo sind wir denn? Im Internet nämlich. Und zweitens transportiert eine Grimasse ja auch gleich einen Inhalt, hat also einen narrativen Mehrwert. In diesem Fall erzählt sie von stark ausgeprägter Wetterunzufriedenheit im Sommer 2017 (Sie kennen es womöglich aus eigener Erfahrung).

Aufgenommen wurde das Bild jetzt in meinem Freiluft-Büro (vulgo: Balkon). Da wird gerade recht konzentriert geschrieben, an etwas, dessen Veröffentlichung sich allerdings noch hinziehen wird, Bücher-Business, man braucht Geduld dafür. Journalistisch wird es hingegen schon in näherer Zukunft Neues zu lesen geben, machen Sie sich ruhig darauf gefasst. (Allerdings nicht mehr im Freitag. Jene Zeitung habe ich verlassen, die Gründe sind in einem taz-Artikel und in einem “Altpapier”-Beitrag nachzulesen.)

Nun habe ich die obige Grimasse als Auftakt-Blog-Motiv für diese neugestaltete Webseite gewählt – da ich ahne, dass einige Stammbesucherinnen und -Besucher (es gibt solche tatsächlich, das finde ich sehr schön) die Augen zum Himmel drehen werden – weil hier jetzt schon wieder alles umgebaut ist. Seit 2008 ist das mindestens vier, fünf Mal geschehen. Womöglich wirkt das ganz und gar neurotisch. Oh je. Zuletzt lag es jedenfalls am erhöhten “responsive”-Druck: Eine Webseite muss heutzutage auch auf mobilen Endgeräten gut lesbar sein, sonst klickt (bzw. wischt) bald niemand mehr vorbei, ließ ich mir von Menschen erklären, die sich mit entsprechenden Geräten auskennen.

Mit dem bunten Geblinker der letzten Seiten-Version war ich nach gut einem Jahr nicht mehr glücklich. Et voilà – jetzt ist alles schlichter, heller, übersichtlicher gestaltet. Und angeblich so “responsive”, wie es irgend geht. Es soll jetzt auch für, sagen wir, zwei Jahre so bleiben, mindestens. Aus Formatierungsgründen lagern die vergangenen Blog-Einträge erst einmal in der digitalen Schublade. Aber das ist vielleicht nicht verkehrt. Statt zurück zu schauen, nehme ich grundsätzlich ja lieber die Gegenwart und die Zukunft ins Visier. So soll es bleiben, und ich hoffe, Sie gehen da mit.

Im Kern bleibt ohnehin alles beim Alten. “Intelligenz & Wärme” sowie “Euphorie im Alltag”: Diese Maximen gelten hier weiterhin. Auch die Behauptung “I am your favourite DJ” werde ich aufrecht erhalten – indem ich Ihnen in regelmäßigen Abständen Spitzen-Musik vorspiele, so wie hier unten zur Erföffnung der neuen Saison ein Stück von Young Jessie.

So grüße ich hübsch aufgeräumt und ganz herzlich aus dem herbstlichsten Sommer in 47 Jahren (ich kann es bezeugen!) und würde mich freuen, wenn Sie auch künftig ab und an hier vorbeischauen.

Immer die Ihre: KK

August 13, 2017