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Aaaaaargh – Sie werden mich für diesen Beitrag womöglich hassen. Und wenn, dann völlig zu Recht. Kein vernünftiger Mensch freut sich auf Weihnachten, wie es heutzutage und hierzulande im Regelfall begangen wird, Geschenke-, Versöhnungs-, Brückentags-Planung usw., jedenfalls freut sich wohl kaum jemand ungebrochen und schon gar nicht zwei Monate im Voraus darauf.

Nichtsdestotrotz bzw. gerade deswegen weise ich hiermit auf das oben fotografierte, soeben frisch erschienene Buch zum Thema hin: die neue Folge der alljährlich von Susanne Gretter zusammengestellten Weihnachts-Stories bei Suhrkamp/Insel. Zum FEST DER LIEBE haben Friedrich Ani, Antonia Baum, Tanja Dückers, Kolja Mensing, Katja Petrowskaja, Daniel Schreiber, Jenni Zylka u.v.a. beigetragen. Auch von mir ist wieder eine (allerdings schon etwas ältere) Geschichte dabei. Kleiner Auszug daraus:

Sie hatte keinen Schimmer, was man sich unter “Schaumsuppe vom Kerbel mit gebratenem Stör im Mandelmantel” vorstellen musste, unter “Variationen vom Rehrücken” oder “Ananascarpaccio”. Auch für “Gefülltes Saiblingsfilet und gratinierte Jakobsmuscheln mit Kartoffelschaum und Patissons” fehlten ihr die Bilder. Das Einzige, woran sie sich festhalten konnte, war die Zahl Neunundsiebzig. Neunundsiebzig Euro kostete das Weihnachtsmenü pro Person, Tafelwasser inklusive. Und neundundsiebzig Euro war zufällig auch ungefähr die Summe, die sie sich hier zusammenverdienen würde, an zwei Festtagen mit je fünf bis sechs Stunden Aushilfsarbeitszeit.

Ich wollte es also nur mal kurz gesagt haben – Dingdong.

Immer die Ihre: KK

October 27, 2017