Oostende forever

Herzliche Grüße aus Oostende! Der weltberühmten 70.000-Einwohner-Stadt an der belgischen Küste, deren Besuch neulich hier anmoderiert wurde. Nach ca. 18 Jahren war ich nun erstmals wieder dort. Und habe das Bedürfnis, das Beige-Blaue dieses Ortes jetzt im Internet vorzuzeigen. Einst nutzten Stefan Zweig, Joseph Roth, Irmgard Keun u.a. diesen Ort als (Zwischen-)-Exil vor den Nazis[…]

Fast unaushaltbare Vorfreude auf T2 TRAINSPOTTING

Heute (in Zahlen: h.e.u.t.e.) ist dieser Film im Randprogramm der Berlinale zu sehen, in drei verschiedenen Kinos der Stadt. Und ich: Kann nicht hingehen! Aus strunzblöden Gründen. Die gute Nachricht: Er startet kommenden Donnerstag, am 16.2., in den regulären Kinos. Die Vorfreude an diesem Ende der Leitung ist fast unaushaltbar. Auch wenn dieser Film bislang[…]

Chimamanda Adichie: der Intellekt der Gegenwart (und Zukunft)

Ich gebe zu: Über die vergangenen zwei, drei Jahre habe ich Einiges über diese Autorin aufgeschnappt, ausschließlich Positives – aber nie habe ich zugeschnappt. Diese Frau schreibe auf eine aufregende, erhellende Art über Rassismus und Sexismus, sagten mir viele andere. Ich machte mir eine Notiz im sprichwörtlichen Hinterkopf – dass ich mir ihre Arbeit einmal[…]

Jo Cox – und einige Überlegungen (in aller Aufgewühltheit angestellt) – Fazit: NOCH MEHR MODERNE! UND ZWAR SOFORT!

Jo Cox. Porträts über die britische Labour-Politikerin und Brexit-Gegnerin, die am Donnerstag in ihrem Wahlkreis im nordenglischen Birstall von einem 52jährigen Mann ermordet wurde, der Verbindungen zur US-amerikanischen Naziszene und zu südafrikanischen Apartheidsbefürwortern gehabt und während der Tat “Britain first!” gerufen haben soll, gibt es derzeit viele zu lesen. Etwa dieses hier vom GUARDIAN, in[…]

“Wir sind auf der Titanic” – Europa und der Nationalismus

Das folgende Gespräch ist im Juni 2016 im Freitag erschienen. Was für eine denkwürdige Situation: Da hat die renommierte politische Journalistin Evelyn Roll ein kämpferisches kleines Buch über Europa geschrieben, ein wunderbar zünftige „Streitschrift gegen den Nationalismus“, wie es im Untertitel heißt, und just an dem Tag, an dem wir uns zum Gespräch darüber treffen,[…]

Sogenannte Liebe und die Folgen: CUSK und KUMPFMÜLLER

Heute mal wieder längere Texteinträge. Über zwei neue Romane – die sich gewissermaßen ergänzen – denn beide sind aus der Perspektive von mittelalten Menschen (grob um die 40) erzählt, einmal aus der Sicht einer Frau namens Faye, einmal aus der eines Mannes namens Georg – und beide Romane drehen sich um die Ruinen sogenannter Liebe[…]

Frühlingsgefühle: Tracey Emin und ihr Ehemann, der Stein

Erschienen im März 2016 im Freitag. Die britische Künstlerin Tracey Emin hat ihre Hochzeit mit einem Stein bekannt gegeben. Sie ist nicht die erste Frau, die sich für ein lebloses Objekt erwärmt Verlässlichkeit ist gar kein Ausdruck für das, was die britische Künstlerin Tracey Emin an ihrem Gatten schätzt: „Er ist immer für mich da,[…]

Tracey Emin und ihr Ehemann, der Stein

Die britische Künstlerin Tracey Emin, aktuell 52 Jahre alt, verkündete unlängst, sie habe ihren Seelenpartner gefunden und habe selbigen geheiratet – einen Stein – der sich im Garten ihres Hauses in Südfrankreich befinde, unter einem Olivenbaum. Wer Tracey Emin ist (Punk! Sex! Gewalt! 90er! Young British Artitsts!) und was genau es mit ihrer Ehelichung des[…]

Journalistinnen: “Des denkenden Mannes Objekt der Begierde”

Zum 8. März, dem internationalen Kampftag für die Rechte der Frauen oder Weltfrauentag oder wie auch immer man diesen Gedenktag für, hm, strukturelle Ungleichheit und deren Überwindung nennen mag, habe ich in der Rubrik A-Z im Freitag (immer auf der letzten Seite der Zeitung) eine Liste von einem guten Dutzend Journalistinnen zusammengestellt, die mich ganz[…]