Peinlich, aber wahr – erst jetzt auf dem Radar: AG GEIGE

Damit hätte ich nicht unbedingt gerechnet: Dass es mir noch einmal widerfahren würde, eine (historische) Band kennenzulernen, komplett neu kennenzulernen, und trotz aller schon gesammelter Hörerfahrungen sofort so was wie weggefegt zu sein – mit dem dringenden Impuls, mir baldmöglichst Material von dieser Band zu besorgen, am besten gleich ganz viel. Und dass es sich[…]

Düsseldorf – Westdeutschland

Achtung, bei diesem Blogeintrag hier handelt es sich um einen Sonderfall von Blog-o-Vampirismus. Will sagen: Die Lektüre des Buches Doppelleben. Kunst und Popmusik (ein Buch, auf das ich gerade hier bloggend hinwies) inspirierte mich zu diesem Eintrag. Jörg Heiser, Co-Chefredakteur des internationalen Kunstmagazins FRIEZE, widmet in seinem gut 600 Seiten starken Buch nämlich der Stadt[…]

“Ich bin ein Digger. Für Musik reise ich überallhin” – Der DJ und Musik-Produzent Daniel Haaksman im Gespräch

  Daniel Haaksman hat schon Rapper aus den brasilianischen Favelas weltbekannt gemacht, jetzt fördert er Clubsound aus Afrika Gespräch für den Freitag, Februar 2016. Mit seinem Label Man Recordings bringt der DJ, Produzent, Musik-Verleger und -journalist Daniel Haaksman von Berlin aus beharrlich und mit Leidenschaft Musik aus aller Welt in Umlauf. Erst verhalf er Rappern[…]

Darauf einen Nihilitz!
Die ANGRY YOUNG MEN und das Prinzip MOD

Oben sehen Sie den britischen Schriftsteller ALAN SILLITOE (1928-2010), irgendwann in den 1950er Jahren. Er war damals Ende 20 und zählte zu einem Schwung zorniger junger Männer, zu den ANGRY YOUNG MEN, wie britische Kulturjournalisten die lose Generation von Dramatikern, Romanautoren und anderen Künstlern bezeichneten, die sich in den Nachkriegsjahren mit der “sozialen Entfremdung und[…]

Szczesliwego Nowego Roku *

*) = Frohes neues Jahr auf Polnisch Mit eiskalter Klarheit und freiem Blick auf einen weiten Horizont haben wir 2016 begonnen – in einem Kaff an der polnischen Küste – grob irgendwo zwischen Stettin und Danzig gelegen. Wir versprachen uns beflügelnde Flachheit und großzügige Menschenleere – und das haben wir auch bekommen – und haben[…]

Brutalismus on the Beach

Erschienen (leicht gekürzt) im Juli 2014 im Freitag Mit Lyrik kann ich nicht viel anfangen. Ob es sicht reimt oder nicht: diese angestrengte Formgebung immer. Warum so seltsame Zeilenumbrüche? Warum nicht einfach sagen, was zu sagen ist – Subjekt, Prädikat, Objekt? Wie macht man das überhaupt, einen Lyrikband lesen? Immer ein Gedicht, dann Pause, nachdenken,[…]

“Gemeine Wahrheiten”:
Über den Post-Punk-Künstler Werner Büttner

Im Oktober 2013 in der FRANKFURTER ALLGEMEINEN SONNTAGSZEITUNG erschienen. Nach Konzerten oder Kinofilmen geschieht es manchmal: Dass man den Saal angeheizt und aufgedreht verlässt, in einer ganz neuen, unruhigen Stimmung. Bei einer Kunstausstellung kommt das eher selten vor. Gemälde sind ja furchtbar still, und nie weiß man, wie lange man vor ihnen verweilen soll, ohnehin[…]

Shoppen & Kaffeetrinken – eine Berlin-Skizze

Eine live mitgeschriebene Szene aus der mehr oder minder realen Welt – Blog-Eintrag aus dem Juli 2012 “Wie fertig kann man sein, ey?” 24 Stunden Berlin. Ab und an habe ich dort etwas zu erledigen und fahre dann von Hamburg aus rüber und hoffe, es merkt keiner. Jetzt also: wieder mal. Ich sitze, und finde[…]