Category Archives: Euphorie im Alltag

“Fleisch & Gier”: 10. Mai – RASENDE RUINEN-Lesung & DJ-Musik in HAMBURG

Kommenden Donnerstag, 10. Mai, rasen die RUINEN im geschätzten Hamburger GOLEM durch den Saal. Neben einer Lesung aus dem adretten Büchlein wird auch DJ-Musik zu hören sein – sowohl oben in der Bar (zum Lauschen und Staunen) als auch später unten in der Krypta (Techno und Zeugs zum Tanzen). Ein Detroit-Film wird auch gezeigt! Ehrlich, ich freue mich wie ein Platten-Puck auf den Abend (sehen Sie die grüngelben Spiralen in meinen Augen)!

ALLE INFOS ZUM ABEND >>>HIER!!!

Musikalisch wird es von
>>> dem hier
über
>>> das da
bis
>>> zu diesem laufen.

BE THERE OR BE SQUARE.

Beat Fräuleins & Music to get smart by

Zwei neue Schallplatten im Schrank – beides Compilations – beide von jeweils einem anderen Freund geschmack- und liebevoll zusammengestellt und herausgebracht – definitiv zwei Lieblings-Schallplatten in diesem Frühling.

Links: BEAT FRÄULEINS – “Exploring the groovy side of Germany’s 60s girl singers” – Kullmanns Lieblingsstück:
♫ Brigitt: Da beißt ein Goldfisch an

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Rechts: MUSIC TO GET SMART BY – die vierte Folge der famosen Sixties-Mod-Soul-Popcorn-R’n'B-Reihe – Kullmanns Lieblingsstück: ♫ Marty Hill: Red Lips

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“Mahlzeit!”

Finanzarbeiter – in den für ihre Branche typischen Arbeitskitteln – während ihrer wohlverdienten Mittagspause (lunch break) in Frankfurt/Main (Mainhattan).
Wegen der bleu farbenen Hemden ihrer Arbeitstracht nennt man diese Leute auch “Blaumänner”.
Sie dazu auch >>> DIES. Und: herzliche Glückwünsche zum Siebzigsten demnächst, >>> HERR POLT.

RUINEN für Amerikaner & Architekten

Eine erste englischsprachige Rezension der RASENDEN RUINEN ist jetzt >>> HIER erschienen. Valentin Schipfer schreibt u.a.: “In her book (Kullmann) now delivers a subjective story about this four week journey, describing moments, conversations, thoughts and last but not least her emotions with the city. Somehow driven by the right questions, she wrote more than just an itinerary – a very honest one by the way. Her book manages to get you up close with the current situation, the local people, their personal stories and the city’s reinventing steps after the American industrial modernity.”

Und im Architekturmagazin >>>BAUNETZWOCHE (toller Titel) schreibt Jeanette Kunsmann u.a.: “Die knapp 100 Seiten lange Reportage liest sich locker in einem Zug; es ist ein äußerst kluges und interessantes Buch. Kullmann hat nicht nur einen frischen Blick, scharf beobachtet und lebendig geschrieben, mit einer bewundernswerten selbstkritischen Feder schafft sie eine überzeugende Dokumentation über die Zukunft der Städte anhand eines Beispiels abseits jeder Normalität.”

Oben sehen Sie einen leer geräumten Detroiter Innenstadt-Laden für Spezialschuhe in Übergrößen, einen smart gestylten Bewohner – und einen der ungezählten Aufrufe “Welcome to Detroit!” (rechts im Schaufenster).

ECHTLEBEN in Vienna (und RUINEN auch)

Wien ist nicht nur wunderbar, sondern auch wunderbar warm – 23 Grad hatte es jetzt, also: am späten Abend. Tagsüber waren’s so ungefähr 28. Tolle, schöne, interessante Gespräche hab’ ich dort geführt, ein ganz seriöses KK Museum (!) hab’ ich besucht – und außerdem aus dem ECHTLEBEN vorgelesen, im Hörsaal C2 der Wiener Uni – vor lauter schlauen jungen Menschen – auf Einladung des Hochschulmagazins Progress. Die schönen Fotos hat Luiza Puiu gemacht. Und nun überlege ich: Statt nach Detroit ziehen vielleicht doch noch mal auf Staatskosten reiten und so was Ähnliches wie … Professorin werden? Teacher, Dozentin, Referentin? Um-die-20-Jährige sind jedenfalls super! Weltweit! Wiener sind eh super. UND: Überall haben sie die RASENDEN RUINEN herumliegen – sogar im Schaufenster der touristisch wirksamen Buchhandlung direkt am Stephansdom! Vienna: schwer in Ordnung.
MEHR WIEN VON NEULICH >>> HIER.

Erich Kästners FABIAN heute – ein Text und bald eine Inszenierung

“Und jetzt sitzen wir wieder im Wartesaal! Und wieder wissen wir nicht, was geschehen wird!”

Das STAATSSCHAUSPIEL DRESDEN arbeitet an einer Inszenierung von Erich Kästners einzigem Erwachsenen-Roman FABIAN – die im Frühjahr 2013 dort Premiere haben soll, in der Regie von Julia Hölscher. 1931 ist der Roman erschienen – und er liest sich erschreckend modern, also: “wie von heute”. Eine Ehre war es mir, den FABIAN nun noch einmal lesen zu dürfen (im Auftrag des Dresdner Schauspiels) – und mir ein paar Gedanken dazu zu machen – warum es eben ein so kluges Buch ist und was wir eventuell daraus lernen können. Einen Text habe ich darüber fürs Spielzeit-Magazin des Theaters schreiben dürfen. Er ist >>> DORT zu lesen oder >>> HIER im Journalismusarchiv.

Als Lese-Teaser hänge ich hier mal den Vorspann hin: “Als Erich Kästner den Roman FABIAN schrieb, konnte er nicht wissen, dass die Nazis das Buch bald verbrennen würden – und dass wir es heute, 80 Jahre später, mit Faszination und Erschrecken wieder lesen. Der Romanheld scheint mitten unter uns zu leben: Als prekär entlohnter „Kreativer“ stolpert er durch ein fiebrig modernes Berlin, auf der Suche nach Liebe, Arbeit, Sinn. Doch alles was er findet, sind gebrochene Versprechen und ab und an ein lauwarmer Rausch. FABIAN, der „zarte Ironiker“ und „Moralist“: Am liebsten würde er gleich morgen die Welt retten. Nur weiß er nicht, wo er anfangen soll – und tut deshalb erst mal wenig bis nichts. Sieht ganz so aus, als sei er einer von uns, meint die Autorin Katja Kullmann.”

Cote d’Azur / French Riviera 04/12

Frankreich, jeweils anklick- und vergrößerbar.

RASENDE RUINEN im Tages-Anzeiger (CH) – und ein Bonus-Track






Der geschätzte Zürcher TAGES-ANZEIGER hat kürzlich die (noch immer recht neue) Buchreihe edition suhrkamp digital vorgestellt, in der auch die RASENDEN RUINEN erschienen sind. Christoph Fellmann schreibt u.a.:

“Im letzten Herbst fuhr die deutsche Autorin Katja Kullmann während vier Wochen in einem schreiend farbigen Mietauto durch Detroit, traf Stadtplaner, Kreative und Obdachlose – und jetzt, wenige Monate später, liegt ihre Langreportage vom «Ground Zero der amerikanischen Industriemoderne» bei Suhrkamp vor; ein scharf beobachteter, klug gedachter und rasend gut geschriebener Bericht über «eine strauchelnde Gesellschaft, die um einen Ort ringt, der seine Mitte verloren hat – ganz wie sie selbst». (…) Kullmann driftet durch eine Metropole, in der es nur drei Starbucks-Filialen gibt und Stadtteile, die gar nicht mehr kartografiert sind. Sie findet heraus, warum man in den Liquor Stores zwar Backpulver, aber kein Mehl kaufen kann (weil es zur Herstellung von Crack kein Mehl braucht). Aber, und darum liest sich «Rasende Ruinen» so gar nicht hoffnungslos, sie trifft auch auf engagierte, solidarische Menschen, die mit Platten handeln, die leere Häuser in Sozialwohnungen umbauen und die den einzigen Frischmarkt von Detroit mit selbst gezogenem Gemüse versorgen. Und einer dieser Stadtgärtner ist es, der in Detroit eine mögliche Antwort auf die diffusen Fragen der Occupy-Bewegung in New York formuliert: «Wir züchten unser eigenes Essen, entwerfen unser eigenes Bildungssystem, bauen unsere eigenen Transportmittel … Wir sind autonom. Und wir werden mehr. Das ist unsere Revolution.»”

Dazu ein Verweis ins JOURNALISMUS-ARCHIV: Während ich in Detroit war, habe ich nämlich “live” von dort für den Tages-Anzeiger eine Geschichte geschrieben: ein Porträt über den Street-Art Künstler Tyree Guyton und dessen (soziales) Kunst-Projekt The Heidelberg Project (Fotos oben). Es ist eine der vielen Detroiter Begegnungen, die nicht (mehr) ins Buch gepasst haben – aber man kann sie >>> HIER nachlesen, quasi als Bonus-Track .