FORTSCHREITENDE HERZSCHMERZEN

Eine Erzählung (Kiepenheuer & Witsch, 2004)

Hardcover: ISBN 978-3-462-03404-2
Taschenbuch: ISBN-13: 978-3499240225








“Ein Angeber, auf den ersten Blick,
von denen kannte sie genug.”







Ein großartiger Neuanfang soll es sein: Simone kommt aus dem Dorf in die Stadt, mit kleinem Gepäck, großen Hoffnungen und ein paar Erinnerungen, die sie dringend loswerden will. Bloß keine Schinkenbrote mehr essen und nicht mehr “Fräulein” genannt werden. Die bunte Illustriertenwelt ist die Vorlage für ihren Traum. Sie hat sich ihren Dialekt abtrainiert, kennt sich aus mit Glitzerkleidern und weiß genau, was Schönheit kostet. Aber Simone landet in den Katakomben der Stadt, im Studio de la Beauté. Der Arbeitskittel kratzt, die Kolleginnen bleiben ihr fremd, alles riecht nach künstlicher Vanille. Und nach einer Enttäuschung. Dann erscheint ein neuer Kunde. Jung, gebildet und gewandt, umschmeichelt er sie mit verführerischen Wortspielen, und je länger sie ihm zuhört, desto mehr wird er ihr zum Rätsel. Mit gewohntem Fleiß setzt sie alles daran, dieses Rätsel zu lösen – doch ist er nur 45 Minuten pro Woche bei ihr. Mit eingängiger Sprache und raffinierter Dialogführung erzählt Katja Kullmann ein Drama des Alltags, das hoffnungsvoll beginnt und tragisch zu enden droht. Die Geschichte von Simone zeigt auf komische und anrührende Weise, wozu es führt, wenn jemand alles richtig machen will und trotzdem nicht überall mitspielen darf.


Pressestimmen:

“… ein Musterfall des aktuellen Angestelltenromans, aus präziser Beobachtung geschöpft, was wohl auch daran liegt, daß Katja Kullmann für ihr erstes Buch sehr genau studiert hatte, wen sie da im zweiten beschreibt: Frauen im Postfordismus, so hätte es wohl der Feuilletonist aus ihrer Erzählung betitelt.”
Frankfurter Allgemeine Zeitung

“… flott und gescheit.”
Neue Zürcher Zeitung

“… Lost in Epilation! Ein fein erzähltes Kammerspiel.”
MAX

“… In ihrem Prosa-Debut greift Katja Kullmann in ironisch-flottem Erzählrhythmus aktuelle Gesellschaftsdebatten auf und verwebt sie kunstvoll mit literarischen Ausdrucksmitteln zu einer Geschichte.
Deutschlandfunk

“… Kullmann beschreibt sehr genau den Alltag und man glaubt es ihr auch. Mit großer Feinfühligkeit erzählt.”
Buchkultur

“… muss schon als Kind eine brillante Beobachterin gewesen sein, voller Empathie.”
Dresdner Neueste Nachrichten

“… überraschend romantisches Romandebut der brillanten Essayistin”
EMMA

“… wer hat schon mal darüber nachgedacht, dass Kosmetikerinnenkunden womöglich Spanferkel mit großem Latinum ausschwitzen?”
Berliner Zeitung