RASENDE RUINEN

Wie Detroit sich neu erfindet (Suhrkamp, 2012)

ISBN: 978-3-518-06218-0

Detroit, das sind die USA nackt und ohne Make-up. Reich und Arm stecken ihre Lebensräume neu ab, und im Augenblick ist ziemlich unklar, wer gerade wen von wo genau vertreibt. Eine strauchelnde Gesellschaft ringt um einen Ort, der keine Mitte mehr hat – ganz wie sie selbst.

Leere, Armut, Gewalt: Detroit gilt als die gefährlichste und traurigste Großstadt der USA. Hunderttausende sind geflüchtet, geblieben sind die Verlierer. Doch nun ziehen junge, kreative Leute mit wenig Geld, aber vielen Ideen ins Zentrum der Asphaltwüste, eröffnen Ateliers und Cafés. Investoren und Stadtplaner schwärmen bereits: »Detroit wird das Berlin der USA.« Katja Kullmann hat Detroit im Herbst 2011 besucht. Mit obdachlosen Jazz-Musikern, jungen Designern, autonomen Farmern und Techno-Aktivisten sprach sie über deren Detroit – und über die brutalen Realitäten einer Gesellschaft, die verzweifelt um ihre Mitte ringt.



Leseprobe und mehr bei SUHRKAMP

Buchauszug bei SPIEGELONLINE

Interview mit der NZZ

Interview mit TELEPOLIS


Pressestimmen:

„Ein scharf beobachteter, klug gedachter und rasend gut geschriebener Bericht.”
TAGES-ANZEIGER/Zürich

„Äußerst lesenswert.”
MONOPOL

„Ziemlich klug, nicht pornografisch.”
FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG

„Kullmann hat die Gabe, Sachbücher zu schreiben, die sich wie Romane lesen.“
triggerfish.de

„Subjektiv, bildhaft, bisweilen ironisch und stets ungeschönt schraffiert (Kullmann) das Bild einer Stadt auf der Kippe. Mit dem Band gelingt es ihr, sich in der Manier der klassischen rasenden Reporterin ebenso klug wie kurzweilig einem spannenden Schauplatz aktueller Stadtentwicklung anzunähern. Detroit – so stellt sie heraus – ist kein Einzelfall, sondern ein besonders plastisches Beispiel für urbane Prozesse.”
MISSY MAGAZINE

„Über den Versuch, das ehemalige Motown neu zu erfinden, berichtet Katja Kullmann in ihrem lesenswerten kleinen Detroit-Band RASENDE RUINEN – ein etwas anderes Autobuch ohne Chrom, Hubraum und Höchstgeschwindigkeit.”
WESTDEUTSCHE ALLGEMEINE

„Schön ist, dass Kullmann in RASENDE RUINEN in ihrer angenehmen, selbstironischen Klugheit den zaghaften Aufbruch dieser Stadt zeigt.”
fluter.de

„Kullmann beschreibt den Wandel des Kapitalismus im 21. Jahrhundert in den Mustern von Motown. Sie erzählt vom Elendstourismus im amerikanischen ,Rostgürtel’, von gut organisierten Führungen durch aufgelassene Industriekomplexe, so groß wie kleine Städte. (…) Kullmann begreift sich selbst genug, um zu wissen, daß solche Ansichten aus ,Mittelklassephantasien’ kommen und immer etwas von ,Ruinenpornos’ haben. (…) Und doch formuliert sich (in ihrem) Vortrag etwas wundersam Utopisches.”
JUNGE WELT

„Ist Solidarität wirklich ,the new sexy‘, wie Kullmann sagt?“
DER FREITAG

„RASENDE RUINEN gehört zu denjenigen Büchern, die man nicht mehr aus der Hand legen kann. (…) Eine grandiose Reportage.”
antrobius.de

„Ein kleines reizendes Buch.”
TELEPOLIS

„Ein äußerst kluges und amüsantes Buch (…) mit frischem Blick, lebendig geschrieben (…) bewundernswert selbstkritisch.“
BAUNETZWOCHE

„Ein zutiefst subjektiver, scharfsinniger und poetischer Erlebnisbericht.“
PROFIL/Wien

„Es ist kein weiterer Betroffenheitsreport, Coffeetablebooks mit Ruinenpornos gibt es schließlich schon genug. Kullmann hat mit ganz unterschiedlichen Akteuren gesprochen, mit hilfsbereiten Aktivisten, kreativen Hipstern, Second-Hand Plattenhändlern oder alleinerziehenden Müttern, sogar die Macher des legendären Technolabels Underground Resistance gaben ihr ein Interview. (…) In diese morbide Schönheit kann man sich verlieben. “
JOURNAL FRANKFURT