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Katja Kullmann


Satzgranaten & Gerüchte

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    • Oje Frau Kullmann: “Party-Shoots von Jürgen Teller” – man merkt schnell, dass hier absolutes unwissen über fotografie und null...
    • Boris Beluga: “ohne jegliche Anzeichen erotischer Mentalkraft” Das ist eine Formulierung, die ich mir merken werde.
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    • Jörg: Stomachaches? Sind die Stomach Mouths gemeint? Die hatte ich mal Mitte/Ende der 80er in Hamburg in der Fabrik gesehen. http://www.youtube.com/watc...
    • Karla Orange: Feiner Appetizier, sehr schöne Fotos. Aber die Leser dann hungrig zurück lassen, selbst eine überdekorierte Pizza schmatzend… Das ist...
    • verena: miranda july finde ich auch toll. vor geraumer zeit lieh mir eine freundin den erzähl-band “10 wahrheiten” (aus dem du ja in deinem...
    • tr: “Das ist Demokratie, langweilig wird sie nie.” Andreas Dorau und die Bruderschaft der kleinen Sorgen Auf dem Cover der 1988 erschienenen...
    • Das Sakko: Der Buchtitel ist toll, ich würde es lesen. Schreib mal!
    • der stille poet: Drei attraktive und gescheite Frauen (Margot Käßmann, Ursula von der Leyen und Lena Meyer-Landrut) machen das als spröde und provinziell...
    • ulrike fischer: ach kullmann, diese ganze rücktreterei ist so was von verlogen! können die jungs keinen glanz mehr ernten, wandern sie ab. in die wirtschaft,...
  • Apropos: Zeit


    Die mutmaßlich berühmteste Bibliothekarin der Popgeschichte …

    April 19th, 2010 — 10:19pm

    … heißt Karen und wurde 1978 von den australischen Go-Betweens besungen.
    Es klingt so:
    “Karen” ist/war die B-Seite des Go-Betweens-Songs “Lee Remick”, einer Ode an die gleichnamige US-Schauspielerin (1935-1991). Letztlich sind beide Songs aber etwa gleich berühmt, würde ich sagen: die Hymne auf die Mimin wie die Anhimmelung der Büchereibekanntschaft. “Karen”, das verhaltene Verehrungslied für eine von fern angeschwärmte öffentlich-rechtliche Literaturangestellte, die “wie eine Nonne in der Kirche” in der Bibliothek herumsteht (also unantastbar), dieses Lied hat die zweite Hälfte meiner Pubertät entscheidend geprägt. Es lief einfach ständig, überall, jedenfalls zwischen 1985 und 1992, jedenfalls im Großraum Rhein-Main, jedenfalls bei der samstäglichen Indie-Pop-Nacht “Idiot Ballroom” mit DJ Carlo in der Batschkapp in Frankfurt-Eschersheim. Mehreres ist fantastisch, wunderbar, zeitlos, markant und schön an diesem Song, unter anderem die schlichte Zeile: “Wish I heard voices, wish I was a telephone.” Oder das hier: “I want a tiger on bended knees, with all the kindness of the Japanese.” Oder auch: “She helps me find James Joyce, she always makes the right choice.” Außerdem natürlich die Art und Weise, wie (Bertolt) Brecht hier ausgesprochen wird (”Brrrräckt”). Glücklicherweise habe ich die Schallplatte (mit hellblauem Lee Remick-Cover) vor zwei bis drei Jahren wieder erstehen können, nachdem ich sie zwischenzeitlich – irgendwann in den 90ern, überstürzt, voreilig, stupidesterweise – aus meinem Portfolio verstoßen hatte. Lange schon wollte ich es Ihnen einmal vorspielen, lange habe ich auf einen Anlass gewartet, so richtig einer hat sich bislang nicht ergeben – außer, dass ich derzeit extrem (!) viel über Bücher nachdenke. Weder besitze ich ein iphone, noch ein ipad, da bin ich ziemlich out of date, ich denke also an die herkömmlich-trutschigen Papp- und Papierdinger, you know what I mean. Türme davon stapeln sich derzeit in meiner Wohnung – nahezu unangetastete, jungfräuliche oder bislang nur auszugsweise gelesene Türme aus Rest-Cellulose-haltigem Material. (<Wie ist das hier mit den Bindestrichen, nach der Rechtschreibreform, eigentlich?) Die Schwierigkeit: Ich komme nicht hinterher. (Bald auch nicht mehr drum herum, um die Türme.) Das meiste sind Sach- und Lachgeschichten. Mittlerweile hat jedoch auch der Turm “schöne Literatur” eine bedenkliche, fast schon kippelige Höhe erreicht. Ungelesene Belletristik, die aber gelesen werden soll und möchte, alphabetisch geordnet: *** Baker, Nicholson: Der Anthologist (Beck) *** Balestrini, Nanni: Tristano No 7770 von 109.027.350.432.000 möglichen Romanen (Suhrkamp) *** Bongartz, Barbara: Topmodel (Weissbooks) *** Dobler, Franz: Letzte Stories (Blumenbar) *** Kern, Björn: Das erotische Talent meines Vaters (Beck) *** Oskamp, Katja: Hellersdorfer Perle (Eichborn) *** Pehnt, Annette: Man kann sich auch wortlos aneinander gewöhnen, das muss gar nicht lange dauern (Piper) *** Smith, Zadie (Hg.) et al.: Das Buch der anderen (Kiepenheuer & Witsch) ***
    Sagt mir bitte einer, quando, sagt mir bitte einer, wann?

    7 Leserbriefe | Euphorie im Alltag

    Du meine Güte:
    Es sind wieder GUS GUS-Wochen

    January 29th, 2010 — 9:00pm

    Es muss zwischen 1999 und 2002 gewesen sein, als ich die isländische Kapelle Gus Gus erstmals (und zufällig) live sah: In Köln, als Vorgruppe von Moloko, in deren Sängerin Roisin Murphy ich mich damals verknallte. Jedenfalls: Gus Gus ist eine der atypischsten Musiken (atypisch für meinen eigentlichen Geschmack), ist also eine der atypischsten Musiken, die ich freiwilig und gern höre (und besitze). Und: Irgendwann seit jenem Konzert vor rund zehn Jahren sind es stets spezielle Zeiten, in denen Gus Gus mir besonders auffällig liegt. (Es ist gerade die ungefähr vierte große Gus Gus-Welle für mich.) Ein Grund, Ihnen die Kapelle hier mal vorzustellen. Insbesondere das Live-Video oben, “Believe”, lege ich Ihnen ans Herz. I’M NO JESUS, BUT I’M CLOSE TO HIM, singt er.  Doch um das bisschen Text geht es mir gar nicht, es geht hauptsächlich um den SOUND. Ja, das Stück oben dauert 10 Minuten, und ich empfehle, bis zum Schluss dran zu bleiben. Fragen Sie mich bitte nicht, warum. Ich kann es nicht erklären, und ich kenne mich mit dieser Art Musik überhaupt nicht aus, sie gefällt mir eigentlich gar nicht, im Grunde habe ich sogar etwas dagegen. Außer, dass Gus Gus zu den Top Ten-Kapellen aller Zeiten zählen, aus meiner Sicht.

    4 Leserbriefe | Euphorie im Alltag

    Das menschliche Gehirn

    January 20th, 2010 — 10:30pm

    tja1

    ♫ Joe Bataan: Special Girl

    Ich möchte niemanden in die Irre führen (wirklich nicht), darum sage ich es gleich: Die Überschrift hat mit diesem Journal-Eintrag nun wirklich gar nichts zu tun. Es geht heute nämlich ausnahmsweise um nichts Besonderes. Nur kurz anmerken möchte ich, dass ich – nach dem Daten-Crash, den diese Seite erlitten hat – nun also alle ehemals hier archivierten Texte einzeln aus dem Back-up-Wust friemeln und mich Fall für Fall entscheiden muss, ob es die Mühe lohnt, das jeweilige Stück noch einmal neu zu formatieren, gegebenenfalls mit einem Bild zu versehen und in den Stand der Re-Veröffentlichung zu versetzen. Beim Text über die Zürcher Langstraße unten ist das der Fall: Er gefällt mir immer noch recht gut, und da die Stadtsoziologie sich für mich mehr und mehr vom bloßen Interesse zu einer Art, nun ja, Leidenschaft entwickelt (siehe auch den aktuellen Fall Altona), kommt der alte Text mir gerade (wieder) recht. Abgesehen davon, möchte ich Sie mit drei Sachverhalten vertraut machen: 1.) Ich habe dieser Tage wirklich absolut gar keine Zeit fürs Internet, halte mich aber zu wenig daran. 2.) Am Wochenende soll der Winter von derzeit roundabout null auf bis zu minus 15 Grad zurück-einbrechen. 3.) Daher lasse ich Ihnen, wie neulich schon, ein warm vor sich hin dängelndes Latin-Stück da. Guten Abend.

    4 Leserbriefe | Euphorie im Alltag

         

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