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(c) Patrick Ohligschläger

Katja Kullmann, * 1970, lebt als Schriftstellerin und Journalistin in Berlin. Am liebsten beschäftigt sie sich mit sozialem Statusgerangel, dem Geschlechterzirkus, der Pop(ulär)-Kultur und der wundersamen Welt der Arbeit.

Rasende Ruinen heißt die Reportage über die frühere US-Industrie-Metropole Detroit, die sie zuletzt im Suhrkamp Verlag veröffentlicht hat. Zuvor erschien bei Eichborn ihr viel diskutierter Prekaritäts-Essay Echtleben. Ihre Erzählung Fortschreitende Herzschmerzen bei milden 18 Grad spielt in einem Kosmetikstudio und handelt von Klassenlagen und Liebe. Ihr erstes Sachbuch, Generation Ally, dreht sich um Feminismus, wurde in vier Sprachen übersetzt und 2003 mit dem Deutschen Bücherpreis ausgezeichnet. 2013 folgte sie einer Einladung als writer in residence in das Ledig House in Upstate New York, USA. Essayistische und literarische Beiträge erschienen in verschiedenen Anthologien.

Journalistisch ist sie ab Oktober 2017 als Themenchefin bei der Tageszeitung taz tätig, ressortübergreifend zuständig für die Print- wie auch für die Onlineausgabe sowie für die Seite Drei. Bis Juli 2017 war sie Vize-Chefredakteurin der Wochenzeitung Der Freitag, wo sie auch das Kulturressort leitete. Zuvor arbeitete sie als Ressortleiterin Report (Jahreszeiten Verlag) und Redakteurin (dpa, Gruner+Jahr). Als freie Autorin schrieb bzw. schreibt sie u.a. für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, die Magazine Monopol und Emma, den Tages-Anzeiger (Zürich), das Magazin Datum (Wien) sowie Analyse & Kritik.

Als Speakerin moderiert, diskutiert und referiert sie über kulturelle und politische Themen, etwa für die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Uni Zürich und das Goethe-Institut.

Kullmann hat einen Magister in Politologie, Soziologie und Amerikanistik. Sie mag Schallplatten, Schnittblumen und Straßenbahnen und folgt im Wesentlichen zwei Maximen: “Intelligenz & Wärme” sowie “Euphorie im Alltag”.