Katja Kullmann wurde 1970 im Rhein-Main-Gebiet geboren und hat seither häufig den Wohnort und die Perspektive gewechselt. Sie schreibt Bücher, Essays, Reportagen und Kolumnen über Gesellschaftspolitisches, den Geschlechtertanz, die wundersame Welt der Arbeit, über Soziales, Kultur, Reisen und Psychologie. Im März 2012 erscheint ihr neues Buch RASENDE RUINEN. Wie Detroit sich neu erfindet in der edition suhrkamp digital – eine Reportage über die heruntergewirtschaftete Autobauer-Metropole im Norden der USA – und darüber, wie Investoren Detroit jetzt zum “Berlin der USA” machen wollen.
Zuletzt kam im Juni 2011 ihr viel besprochenes Sachbuch ECHTLEBEN. Warum es heute so kompliziert ist, eine Haltung zu haben im Eichborn Verlag heraus; Kullmann setzt sich darin mit den prekären Erwerbsverhältnissen in der so genannten Kreativwirtschaft auseinander.
Ihr erstes Sachbuch, Generation Ally. Warum es heute so kompliziert ist, eine Frau zu sein (Eichborn, 2002), wurde mit dem Deutschen Bücherpreis ausgezeichnet und in vier andere Sprachen übersetzt.
2004 erschien ihre Erzählung Fortschreitende Herzschmerzen bei milden 18 Grad (Kiepenheuer & Witsch); darin geht es um die unglückliche Romanze zwischen einer Vertreterin des Dienstleistungs-Proletariats (einer Kosmetikerin) und einem Vertreter der Bildungs-Elite (einem Feuilleton-Redakteur).
Als Redakteurin, Ressort-Leiterin, Blattmacherin, Reporterin, freie Autorin und Textchefin war und/oder ist sie unter anderem für dpa, die Financial Times Deutschland, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Frankfurter Rundschau, FREITAG und taz tätig, außerdem für EMOTION, FÜR SIE, GALA, die Gruner+Jahr-Wirtschaftspresse, PETRA, PRINZ, den deutschen ROLLING STONE und den Zürcher Tages-Anzeiger. Mehrere Jahre schrieb sie zudem als Stammautorin für EMMA. Das Magazin CICERO war so freundlich, Kullmann zu den „hundert wichtigsten deutschen Denkerinnen” (2008) zu zählen und ihr den Platz 100 zuzuweisen, immerhin den einzigen Platz mit drei Stellen. Eines Tages wird sie ein bahnbrechendes Magazin gründen, einen kleinen Hund vor dem Ertrinken retten und einen Jahrhundertroman veröffentlichen.
Nach dem Magister-Studium der Politologie, Soziologie und Amerikanistik volontierte sie als Nachrichtenredakteurin, unterwegs erledigte sie mehr oder minder waghalsige Jobs, etwa als Verkäuferin, Kellnerin, Synchronstimme für Schmuddelfilme, Marktforscherin, Dramaturgie-Assistentin und Privatbank-Sekretärin. Gelebt, geliebt und gearbeitet hat sie in Frankfurt am Main, London, Köln, Berlin und Zürich. Heute ist sie in Hamburg zu Hause und lässt im Blog “Euphorie im Alltag” mal dieses, mal jenes fallen, wozu ist das Internet denn da?
Die Autorin