Wolfgang Welt (1952-2016) war ein Schriftsteller, der auf dieser Webseite schon öfter Erwähnung fand. Dazu gleich weiter unten noch etwas.

Das Aktuelle aber zuerst:

Am 8.September eröffnet am Heinrich-Heine-Institut in Düsseldorf die Ausstellung “Aber ich schrieb mich verrückt” zu WWs Leben und Werk. Sie läuft bis zum 18. 11..

Ein Screenshot aus dem kurzen Video-Trailer zur Ausstellung – und hier der direkte Link zum Video.

Auch einen Instagram-Account zur WW-Austellung hat das Heinrich-Heine-Institut eingerichtet.

Und dies ist das Veranstaltungsprogramm. Es sind bis Mitte November auch Lesungen, Gespräche und Konzerte geplant, etwa mit dem Schriftsteller Frank Witzel, dem Autor und Kabarettisten Frank Goosen, dem Singer-Songwriter Der Butterwegge und mir.

Am Abend des 30. Oktober werde ich die Ehre und das Vergnügen haben, dort über WWs Verhältnis zu den Frauen zu sprechen. Dazu schrieb ich 2013 einen Beitrag für diese Anthologie: ALLES ODER NICHTS Annäherungen an das Werk von Wolfgang Welt.

LOCHTIGE WEIBER heißt der Text – einen Auszug (den Anfang) kann man online hier als pdf beim Aisthesis Verlag lesen – oder hier bei uns im Archiv.

Persönlich begegnete ich WW nur einmal und nur flüchtig, bei einer Lesung von ihm in Hamburg 2011. Dort signierte er mein Peggy Sue-Exemplar.

Ein glühender (gar unkritischer) WWFan bin ich eigentlich nicht, ich finde seine Texte eher interessant als erschütternd gut, würde sogar sagen: Nach einer gewissen Menge WW muss man auch mal wieder eine Pause einlegen, ha. Es ist hier, wie bei so vielen SchriftstellerInnen, vor allem das Verhältnis von Leben und Werk, das mich besonders fasziniert. Der/die SchriftstellerIn als AkteurIn seiner/ihrer Zeit – sozusagen.

2014 war ich eine von „Dreißig für Wolfgang Welt“ – mit Peter Handke, Dietmar Dath, Willi Winkler, Norbert Wehr, Peter Körte, Wolfgang Frömberg, Dirk Knipphals, Klaus Bittermann, Martin Willems, Friedrich Küppersbusch u.v.a.. Losgetreten hatte diese Initiative der Schriftsteller Marc Degens, der Vorschlag war, Wolfgang Welt den Literaturpreis Ruhr zukommen zu lassen. Doch diesem Vorschlag ging die Jury leider nicht nach.

Nun würdigt also das Heinrich-Heine-Institut (federführend: Martin Willems) den Mann mit dieser Ausstellung und Veranstaltungsreihe. Und ich freue mich darauf, Ende Oktober etwas beitragen zu dürfen.

Komm ‘Se rum, in der Nacht vor Halloween dann,
immer die Ihre: KK

August 31, 2018