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taz-Text: „Eine kleine Geschichte der Unterschichtsverachtung“

Für die neue wochtentaz (sie erscheint erstmalig diesen Samstag, am 12. November, und ist dann immer eine Woche lang zu haben) habe ich einen Text geschrieben. „Eine kleine Geschichte der Unterschichtsverachtung“ heißt er, und er dreht sich um Hartz-I-bis-5 beziehungsweise um das geplante Bürgergeld. (In gewisser Weise kenne ich mich damit ja aus.)

Hier ist er in der ungekürzten Originalfassung zu lesen.

Ein Auszug:

Ach, was waren das aufregende Zeiten, damals, unter rot-grüner Regierung. Nach 16 Jahren Helmut Kohl schien alles neu zu sein. Eine Neue Mitte hatte Gerhard Schröder 1998 bei seinem Einzug ins Kanzleramt beschworen und die Menschen ermuntert, ihr Erspartes in die New Economy zu stecken, etwa in nagelneue Telekom-Aktien. „Achtung, wir haben jetzt Neo-Liberalismus!“, warnten kluge Leute, und wer nicht auf Anhieb kapiert hatte, was das wohl heißen mochte, bekam es 2001 von Schröder noch mal erklärt: „Es gibt kein Recht auf Faulheit in unserer Gesellschaft.“ Just in jenem Jahr begann die kleine Medienkarriere des Arno Dübel.