Eine eventuell musikalische Roboterin von Toyota
Motiv: Wikipedia Commons / Chris 73 / CC / Link

A wie Apfelsinen, Astronauten, Arbeit und April.

Gleich zweimal werde ich im kommenden Monat mit dem Erwerbsleben zu tun haben – also, als Diskussionsstoff.

Hier schon mal zum Vormerken, falls Sie dann in der jeweiligen Stadt sind und mitdiskutieren wollen:

Am 13./14. April findet in Hamburg das #Bucerius Lab statt.

SCHAFFT DER MENSCH DEN MENSCHEN AB? Die Zukunft der Arbeit im digitalen Zeitalter

So lautet diesmal der Leitgedanke des Symposiums.
Hier geht’s zum Programm.

Am Samstag, dem 14. April, werde ich dort mit dem Wirtschaftswissenschaftler Ulrich Walwei und dem Soziologen Harald Welzer bei einem Podiumsgespräch über die Frage nachdenken Verschwinden die Arbeiter, wenn die Arbeit verschwindet?

Am 21. April findet im Berliner Haus der Kulturen der Welt (HKW) das alljährliche #taz Lab statt.

WIE WIR ARBEITEN WOLLEN Die Zukunft der Arbeit

Hier geht’s zur Programm- und Info-Webseite

Dort werde ich das Vergnügen haben, mich moderierend mit fünf interessanten Menschen in einer “Küchentisch”-artigen Podiumsrunde über das Thema DRECKSARBEIT Erkundungen im (neuen) Proletariat zu unterhalten. Aus der Ankündigung:

Lohnabhängig und ausgebeutet, ohne Besitz, aber mit scharfem Bewusstsein: Für Karl Marx war das Proletariat ein stolzes, politisches Subjekt im Kampf der Klassen. Heute dient der „Proll“ vielen nur noch als Schimpfwort, gleichbedeutend mit „ungebildet“ oder „abgehängt“. Taugt der Begriff des Proletariats heute noch als Merkmal von Identität?

Was einst der Malocher im Blaumann war oder die gewerkschaftlich organisierte Fließbandarbeiterin, sind jetzt vereinzelte Multi-Mini-JobberInnen im Dienstleistungssektor: Wachleute, Reinigungskräfte, KellnerInnen, Kuriere, Clickworker und Baristas. Auch von einem neuen „akademischen Proletariat“ ist oft die Rede. Muss der Begriff neu besetzt und wieder selbstbewusst genutzt werden? Wer zählt dazu, wie sehen sie aus, was denken, was wollen die ProletarierInnen von heute? Ist Solidarität, ist der Kampf um ArbeiterInnenrechte überhaupt noch möglich – und wenn ja: mit welchen Strategien?

Geladen sind, in alphabetischer Reihenfolge:

*** die Comedian und Schauspielerin Idil Baydar (aka “Jilet Ayshe”), die u.a. mit einem Programm namens “Ghettolektuell” unterwegs ist

*** der Kultur- und Literaturwissenschaftler Patrick Eiden-Offe, dessen 2017 erschienenes Buch Die Poesie der Klasse ich wärmstens empfehlen kann

*** der EX-DDR-Punk, Malocher, Schriftsteller und Herausgeber der Literaturzeitschrift DRECKSACK, Florian Günther

*** die Journalistin Nina Scholz, die u.a. an der Berliner MieterInnenintiative “Kotti & Co” mitwirkt und sich viel mit digitalem Kapitalismus und neuen linken Bewegungen in den USA beschäftigt

*** und Lino Steinwärder, Tischerlehrling kurz vor der Gesellenprüfung sowie Mitbegründer und Organisator der AZV, einer Vertretung für Berliner Auszubildende.

Auf beide Anlässe bin ich sehr gespannt,
auf beide freue ich mich.

Immer die Ihre: KK

March 28, 2018