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Große Freude!

Meine Erzählung FORTSCHREITENDE HERZSCHMERZEN BEI MILDEN 18 GRAD ist nun in die KiWi-Bibliothek des Verlags Kiepenheuer & Witsch gewandert – und ist damit 14 Jahre nach ihrem Erscheinen ab morgen (20. März) wieder dauerhaft erhältlich – als digitales E-Book – oder auch als Taschenbuch-Reprint “on demand” – in der neu geschaffenen KiWi-Bibliothek.

“Wichtige und lesenswerte Bücher, die die Verlagsgeschichte geprägt haben”: So lautet der Gedanke hinter jener Reihe, in der bislang auch Bücher von Irmgard Keun, Sarah Kirsch, Henry James, Imran Ayata, Tobias Hülswitt, Klaus Theweleit, Joachim Lottmann, Andrian Kreye, Marc Fischer, Katharina und Michael Rutschky, Jimmy Boyle, Herbert Achternbusch, Jan Kjaerstad, Elisabeth Plessen, Tom Holert, Mark Terkessidis und vielen anderen neu-erschienen sind.

>>> Hier geht es direkt zu den digitalen HERZSCHMERZEN.

In der Printversion von 2004 sahen sie so aus:

Von den damals erschienenen Rezensionen ist mir die von Tobias Rüther aus der F.A.Z. die liebste – unter der Überschrift Erniedrigte und Beförderte dachte Rüther über die Gattung des Angestelltenromans nach. Er schrieb u.a.:

“Die Boutiquen-Mädchen, die Ämter-Fräuleins, Handwerker und Büro-Ritter, kurz: die Dinosaurier der Fünfunddreißigstundenwochenkultur sind inzwischen nicht nur eine vom Aussterben bedrohte Minderheit, sie sind auch die Bewahrer einer ehemals hart umkämpften Errungenschaft: Erst seit dem Kaiserreich kennen wir das freie Wochenende als Exerzierplatz der Innerlichkeit.” Das ist Feuilleton. Oder besser: Rollenprosa, die Katja Kullmann einem Kulturjournalisten in den Mund gelegt hat. Der ist ein aufgeblasener Schwätzer, ein Klugscheißer, und doch verliebt sich Mona in ihn, die aus dem Sauerland in die Stadt gekommen ist und ihm nun einmal die Woche im “Studio de la Beauté” den Rücken massiert.

“Fortschreitende Herzschmerzen bei milden 18 Grad” heißt die kleine Erzählung der Kölner Autorin, (…) ein Musterfall des aktuellen Angestelltenromans, aus präziser Beobachtung geschöpft, was wohl auch daran liegt, daß Katja Kullmann für ihr erstes Buch sehr genau studiert hatte, wen sie da im zweiten beschreibt: Frauen im Postfordismus, so hätte es wohl der Feuilletonist aus ihrer Erzählung betitelt.

Übrigens: Auch die RASENDEN RUINEN sind mittlerweile, sechs Jahre nach ihrem Erscheinen in der Originalvariante restlos ausverkauft – aber sie sind ebenfalls weiterhin als E-Book erhältlich, und zwar bei meinem heutigen, innig verehrten Verlag, dem Suhrkamp Verlag.

Ebendort wird im Laufe dieses Frühjahrs auch das ECHTLEBEN digital (neu) erscheinen. 2011 kam es noch beim alten Eichborn-Verlag heraus, nun habe ich die Rechte auf Suhrkamp übertragen, wo das ECHTLEBEN ab demnächst dann also ebenfalls wieder dauerhaft erhältlich sein wird. (Wenn es so weit ist, tröte ich es hier noch einmal laut & deutlich heraus.)

So haben die bisherigen Bücher jetzt diverse Umzüge hinter sich – und sind trotz ihres durchaus vorhandenen Alters weiterhin in Umlauf – wofür ich Kiepenheuer & Witsch und Suhrkamp ganz herzlich danke. Ich nenne das Treue – ich nenne das Respekt – ich nenne das gute, verbindliche, beglückende, fruchtbare Geschäftsbeziehungen. Für eine Autorin ist das sehr wichtig: Partner zu haben, die anständig und wertschätzend mit dem Werk (auch wenn es bislang ja nur ein kleines ist) umgehen.

Sozusagen sehr happy,
außerdem bekanntlich immer die Ihre: KK

March 19, 2018