DIE AUTORIN

Fotos ©: Ramune Pigagaite für den Hessischen Literaturrat (2024)

6 BÜCHER

… habe ich bislang veröffentlicht. Die berühmten FEINEN UNTERSCHIEDE faszinieren mich, seit ich denken kann, deshalb schreibe ich oft über soziales Statusgerangel und Geschlechterstress, die Arbeitswelt und die Pop(ulär)kultur.

2002 erschien mein erstes Buch, GENERATION ALLY, im (alten) Eichborn Verlag. Es wurde in mehrere Sprachen übersetzt und 2003 mit dem Deutschen Bücherpreis (heute: Deutscher Buchpreis) ausgezeichnet.

Bei Kiepenheuer&Witsch kam 2004 die Novelle FORTSCHREITENDE HERZSCHMERZEN BEI MILDEN 18 GRAD heraus, die von Klassenlagen und Liebe erzählt – von der unerfüllten Liebe einer Kosmetikerin zu einem Feuilletonredakteur.

Der Essay ECHTLEBEN von 2011 dreht sich um die Risiken der sogenannten Kreativwirtschaft und meine eigene Hartz-IV-Phase. Das Buch wurde viel diskutiert und 2018 bei Suhrkamp neu aufgelegt. Ebenfalls bei Suhrkamp erschien 2012 RASENDE RUINEN, eine Reportage über Niedergang und Wandel der angeschlagenen US-Industriemetropole Detroit.

2022 veröffentlichte ich DIE SINGULÄRE FRAU, einen persönlichen Essay und zugleich eine kleine Sozial- und Kulturgeschichte des weiblichen Alleinlebens, bei Hanser Berlin. Dort ist 2025 auch mein jüngstes Buch erschienen, der Roman STARS, der sich um Astrologie und anderen Aberglauben im 21. Jahrhundert dreht.

Weitere Prosa habe ich in Anthologien und literarischen Magazinen veröffentlicht. Für den Jörg-Fauser-Band DER KLUB, IN DEM WIR ALLE SPIELEN (Diogenes) habe ich 2020 als Herausgeberin fungiert.

2013 war ich als writer in residence im Ledig-Rowohlt-Haus in Upstate New York zu Gast, 2024 erhielt ich das Literaturstipendium des Hessischen Literaturrats für einen Arbeitsaufenthalt in Litauen.

7.000 ZEICHEN …

… sind meine bevorzugte Größenordnung für einen Zeitungs- oder Magazintext. Gründlich gelernt habe ich den Journalismus in den 1990ern, erst als Hospitantin bei der F.A.Z., dann als Volontärin der DPA.

Später war ich öfters als leitende Redakteurin tätig, etwa als Vize-Chefredakteurin der Wochenzeitung DER FREITAG, als Themenchefin der TAZ und zuletzt als Leiterin des Politik-Ressorts bei der WOCHENTAZ. Seit 2023 bin ich wieder als freie Autorin unterwegs und schreibe u.a. für die TAZ, die ZEIT und die Kulturzeitschrift MERKUR.

Eine Auswahl von Interviews, Kommentaren, Rezensionen, Kolumnen ist zugangsfrei im TEXTARCHIV zu lesen.

100te GESPRÄCHE …

… in aller Öffentlichkeit habe ich mit anderen schon geführt, sei es als Moderatorin oder Mitdiskutantin bei LITERATURVERANSTALTUNGEN oder als Kuratorin von GEGENWARTSDISKURSEN, als GELEGENHEITS-SALONNIERE, Vortragende im akademischen Feld, wie an der UNIVERSITÄT KOPENHAGEN, oder als Gastdozentin, etwa an der LEUPHANA UNIVERSITÄT in Lüneburg.

In der TERMINLISTE halte ich vergangene und kommende Veranstaltungen fortlaufend fest.

55 JAHRE …

… bin ich nun auf der Welt. Geboren wurde ich im Sommer 1970 in einer hessischen Kleinstadt nahe Frankfurt am Main. Mein erstes Geld verdiente ich als Aushilfsverkäuferin bei HERTIE, später jobbte ich u.a. als Kellnerin, Marktforscherin, Synchronsprecherin und Hinterzimmersekretärin einer dubiosen Privatbank.

An der Goethe-Universität in Frankfurt schrieb ich mich für Politologie, Soziologie und Amerikanistik ein, schloss das Magisterstudium „mit Auszeichnung“ ab und zog von da an sehr oft um. Nach etlichen Ortswechseln wohne ich nun, seit 2013, in der WELTSTADT WEDDING.

Menschlich gesehen, würde ich mich in die Kategorie „optimistische Realistinnen“ oder „realistische Optimistinnen“ einordnen. Ich mag SCHALLPLATTEN, unterstütze (nicht erst seit dem 7. Oktober 2023) die Kampagne ARTISTS AGAINST ANTISEMITISM und hege eine etwas übertriebene Sympathie für bunte Blinklichterketten.

KATJA KULLMANN
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