Die Person

Guten Tag,

mein Name ist Katja Kullmann, ich schaue, höre, denke viel und schreibe es dann auf, als Erzählerin, Essayistin oder Journalistin.

In meinen Texten beschäftige ich mich am liebsten mit dem allgemeinen Statusgerangel, den Fein- und Fiesheiten der sozialen Distinktion, mit Klassenfragen und dem Geschlechterzirkus, sehr gern auch mit der Pop(ulär)-Kultur und immer wieder mit der wundersamen Welt der Arbeit.

Das Neueste vom Neuen, Lesungs- oder Diskurstermine, frische Veröffentlichungen und andere Coups vermelde ich unter dem Menüpunkt !!! AKTUELL !!!.

Vier Bücher …

… habe ich bislang veröffentlicht. Im Suhrkamp Verlag erschien RASENDE RUINEN Wie Detroit sich neu erfindet, eine Reportage über Niedergang und Wandel der angeblich „gefährlichsten Stadt der USA“. Ebenfalls bei Suhrkamp kam 2018 der Prekaritäts-Essay ECHTLEBEN neu heraus. Darin geht es um die Perfidien der sogenannten Kreativwirtschaft, auch um meine eigenen Erfahrungen als temporäre – und recht gut getarnte – Hartz-IV-Kundin.

Die Erzählung FORTSCHREITENDE HERZSCHMERZEN BEI MILDEN 18 GRAD (Kiepenheuer & Witsch, 2004/2018) spielt in einem Schönheitssalon und handelt von der unerfüllten Liebe einer Kosmetikerin zu einem ihrer Kunden, einem Feuilletonredakteur. Mein erstes Buch GENERATION ALLY Warum es heute so kompliziert ist, eine Frau zu sein (Eichborn, 2002) dreht sich um feministische Fragen, wurde mit dem Deutschen Bücherpreis in der Kategorie Sachbuch ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt.

Weitere literarische und essayistische Beiträge habe ich in diversen Anthologien veröffentlicht. 2013 verbrachte ich zwei Monate als writer in residence im Ledig House in Upstate New York.

Journalistisch …

… bin ich seit Oktober 2017 bei der taz tätig. Als Themenchefin kümmere ich mich dort um die Titelgeschichten und die berühmte Seite Drei. Zuvor war ich als Vize-Chefredakteurin für das politische Feuilleton der Wochenzeitung Der Freitag verantwortlich, habe als Ressortleiterin und Redakteurin gearbeitet,  etwa für Gruner + Jahr und die Deutsche Presse-Agentur, und als freie Autorin für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Emma, Analyse & Kritik, das Magazin Datum – Seiten der Zeit (Wien) und andere Medien geschrieben.

Als Speakerin …

…  moderiere, diskutiere und referiere ich zu kulturellen und politischen Themen, etwa beim Goethe-Institut, der Friedrich-Ebert-Stiftung, am Literaturforum im Berliner Brecht-Haus,  an der Leuphana Universität in Lüneburg und der Uni Zürich. Vergangene Veranstaltungen sind hier gelistet.

Menschlich …

… würde ich mich in die Kategorie Realistische Optimistinnen oder Optimistische Realistinnen einordnen. Im Sommer 1970 kam ich in der Nähe von Frankfurt am Main auf die Welt.  Nach Stationen in London, Köln, Zürich und Hamburg wohne ich seit 2014 (wieder) in Berlin, konkret: im Wedding.  Ich besitze kein Smartphone, aber einen Magister in Politologie, Soziologie und Amerikanistik, kein Auto, aber ein gebraucht erworbenes Autogramm von Jörg Fauser. Euphorie im Alltag lautet die Maxime, der ich zu folgen versuche.

Interviews …

… sind über die Jahre einige zusammengekommen, hier eine Handvoll zu verschiedenen Themen:

2020 CLB Berlin: Sonic Talk (Podcast) – über das Leben in der Corona-stillen Stadt und das Urlaubsland Balkonien /// 2015 Krautreporter/Galore: In der Führungsetage wird man nicht klüger – über dies & das, solches & jenes /// 2013 Deutschlandradiokultur: Apokalyptischer Charakter – über schrumpfende Städte im Allgemeinen und Besonderen /// 2011 Cicero: Einmal Hartz IV und zurück – über prekäres Arbeiten und die Idee von sozialer Marktwirtschaft /// 2007 Aviva: 50 Jahre Gleichberechtigung – über Feminismus (wie er in den Nullerjahren noch war)

Pressefotos …

… sind, wenn es unbedingt sein muss, auf Anfrage von verschiedenen Fotograf:innen zu bekommen, eine Auswahl findet sich hier.