Die Bücher

Detroit, das sind die USA nackt und ohne Make-up. Reich und Arm stecken ihre Lebensräume neu ab, und im Augenblick ist unklar, wer gerade wen von wo genau vertreibt. Katja Kullmann hat Detroit besucht und mit obdachlosen Jazz-Musikern, jungen Designern, autonomen Farmern, alleinerziehenden Müttern und Techno-Aktivisten gesprochen – über die brutalen Realitäten einer Gesellschaft, die verzweifelt um ihre Mitte ringt.
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»Um sechs Uhr dreißig stand ich auf, duschte, putzte meine Zähne, zog irgendetwas an und verließ gegen sieben Uhr fünfzehn das Haus. Es war so weit: Statt zur Bank fuhr ich zur Arge. Erst jetzt, pleite und verängstigt, begriff ich: Neoliberaler als ich konnte man sein Leben kaum führen – obgleich ich mit dem Neoliberalismus doch nie etwas zu tun haben wollte.«
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Ein großartiger Neuanfang soll es sein: Simone kommt aus dem Dorf in die Stadt, mit kleinem Gepäck, großen Hoffnungen und ein paar Erinnerungen, die sie dringend loswerden will. Sie hat sich ihren Dialekt abtrainiert, kennt sich aus mit Glitzerkleidern und weiß genau, was Schönheit kostet. Doch sie landet in den Katakomben der Stadt, im Studio de la Beauté. Der Arbeitskittel kratzt, die Kolleginnen bleiben ihr fremd, alles riecht nach künstlicher Vanille. Und nach einer großen Enttäuschung. Dann erscheint ein neuer Kunde, jung, gebildet und gewandt, der ihr bald zum Rätsel wird.
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Vielleicht teilen wir eines Tages im Altersheim unfreiwillig ein Zimmer mit einem Luder, denn in den Altersheimen wird es eng werden. Wir liegen dann da, mit einem gebrochenen Fuß, weil wir über eine leere Gin-Flasche gestolpert sind, an unserem 71. Geburtstag, an dem wir uns betrunken haben, denn wir erwarteten sowieso keinen Besuch, wer sollte denn kommen? Unterdessen geht dem Luder das Silikon auf Grundeis. Keine von uns wird die Siegerin sein. Unsere Mütter waren Makramee-Mütter, wir sind Lifestyle-Luschen, eine schlimmer als die andere.
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Weitere literarische und essayistische Beiträge sind in diversen Anthologien erschienen – Kurzgeschichten, Vorworte, Aufsätze, Textexperimente, etwa zu den Themen Außerirdische und Punk, Waffen und Weihnachten, Gender Trouble und Urbanistik, Parteien und Liebe.
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